Wie ein Baby ins Budget passt!

von Michaela Braun

 

„Schau mal da, die süßen Schlafanzüge!“ „Und das Kleidchen, ist das nicht niedlich?“ „Habt ihr schon einen Kinderwagen?“ „Und in welcher Farbe streicht ihr das Babyzimmer?“ Noch bevor ein Baby geboren wird, machen sich seine Eltern, Großeltern und zukünftigen Tanten viele Gedanken um seine Ausstattung. Ganz besonders beim ersten Kind summieren sich die Ausgaben bei Ausflügen in Babymärkte schnell zu einer stattlichen Summe.

 

Der Infoservice „Geld und Haushalt“ der Sparkassen (siehe http://www.geldundhaushalt.de/ ) errechnete für das erste Jahr mit dem Baby (ohne Kosten für die Ernährung, aber inklusive Windeln) eine Summe von ca. 3000 €, die in Kleidung, Pflegeprodukte, Bett, Sicherheitsutensilien, Kinderwagen etc. investiert wird. Dabei werden in dieser Beispielrechnung für den Kinderwagen nur 200 € veranschlagt, was bei den derzeitigen Preisen wohl eher ein Schnäppchen wäre. Der beste Kinderwagen im aktuellen Test der Stiftung Warentest kostet unglaubliche 910 € (09/2009).

 

Oft ist den Eltern für ihr Wunschkind nichts zu teuer. Ja alleine das Nachdenken über Geld erscheint ihnen unpassend, denn im Babyglück möchte man nicht knausern.
Wer dann aber nach den ersten Monaten mit Baby bemerkt, dass fünf Outfits gar nicht angezogen wurden, das Lammfell doppelt geschenkt wurde und weder das Badethermometer noch der Wannenaufsatz je benutzt wurden, wird vielleicht anders über nötige und unnötige Dinge nachdenken. Blättert man durch Babykataloge sieht man seitenweise Zubehör, von dem einem suggeriert wird, dass es für die Babyzeit unentbehrlich sei. Die niedlichen lachenden Babys auf den Abbildungen scheinen jedenfalls sehr glücklich mit all den Laufställen, Mobiles und Lichtspielen zu sein.

 

Die englische Autorin Elen Lewis gibt in ihrem Buch „The resourceful mum’s handbook“ jede Menge Tipps, wie man die Haushaltskasse im ersten Jahr mit dem Baby schont. Damit man die ersten Monate ohne Geldsorgen genießen kann, sollte man sich zunächst darüber klar werden, wie viel Geld man eigentlich überhaupt monatlich zur Verfügung hat. Je mehr man über seine Einnahmen und Ausgaben weiß, desto besser. Denn wer einmal anfängt, monatlich mehr auszugeben, als er einnimmt, gerät leicht in eine Schuldenfalle. Neben festen Kosten wie Miete, Telefon, Versicherungen, Steuer etc., fallen Kosten für Essen, Trinken, Kosmetik, Haushalt, Geschenke, Kleidung, Zeitungen und Bücher an, über die man sich mit einem Haushaltsbuch einen Überblick verschaffen kann. Haushaltsbücher werden von Banken und Sparkassen kostenlos angeboten oder man erstellt kurz eine Computertabelle (die den Vorteil hat, dass der Computer die einzelnen Beträge selbst addiert).

 

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