Neue Regeln für den USA-Schüleraustausch

Gastfamilien werden künftig stärker kontrolliert.
Ein Schuljahr in den USA ist der Traum vieler deutscher Jugendlicher. Knapp 10.000 Schülerinnen und Schüler sind in diesem Jahr zu einem Schüleraustausch in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten aufgebrochen. Wurden sie in Deutschland noch von ihrer deutschen Austauschorganisation betreut, liegt die Fürsorge während des Schuljahres im Wesentlichen beim amerikanischen Partner. Das Council on Standards for International Educational Travel (CSIET) prüft in den USA amerikanische Austauschorganisationen und veröffentlicht jährlich eine Liste der Anbieter, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Nun wurde das Regelwerk aktualisiert.
Neu ist, dass allein lebende Gasteltern zusätzlich überprüft werden und der deutsche Schüler sowie seine Eltern ein schriftliches Einverständnis zu einer Platzierung geben müssen. Neu ist auch, dass potentielle Gastfamilien erst dann Fotos von Schülern zu sehen bekommen, wenn sie sämtliche Prüfungen und Formalitäten durchlaufen haben. Eine Maßnahme, die es den amerikanischen Organisationen erheblich schwerer machen wird, rechtzeitig und ausreichend Gastfamilien zu finden. Darüber hinaus müssen die lokalen Betreuer der Austauschschüler neben der Vorbereitung durch die Austauschorganisation selbst noch ein weiteres Training absolvieren, was vom Department of State, dem amerikanischen Außenministerium, entwickelt wird. Neben zahlreichen Angaben über Familienmitglieder, Hobbies, Haustiere oder Wohnort verpflichten sich Gastfamilien, zukünftig auch ihr jährliches Einkommen offen zu legen.
Die gemeinnützige Organisation CSIET (http://www.csiet.org/) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Standards für internationale Austausch- und Lehrprogramme zu entwickeln, zu überprüfen und zu verbessern. Mitglieder im CSIET sind ein Großteil der in den USA ansässigen Austauschorganisationen, einige deutsche Anbieter sowie viele High School Districts und örtliche Initiativen.
Die Zeitspanne, ein Schuljahr in der weiten Welt zu verbringen, ist kurz: Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren haben diese Möglichkeit. Sie besuchen die Schule und leben bei einer Gastfamilie, die häufig für Unterkunft und Verpflegung nicht bezahlt wird. Mehr als 70 Organisationen im deutschsprachigen Raum vermitteln solche Aufenthalte, die zwischen 8.500 Euro (USA) und 20.000 EUR bei anderen Reisezielen kosten. Darin enthalten sind die Vorbereitung, Reisekosten, Schulgebühren, Unterbringung sowie Verpflegung bei einer Gastfamilie. Die tatsächlichen Leistungen sind aber sehr unterschiedlich. Im Buch „Ein Schuljahr in den USA und weltweit“ bieten die Autoren Christian Gundlach, ehemaliger Austauschschüler, und Sylvia Schill, Schüleraustauschexpertin, einen Überblick über alle deutschen Anbieter, Austauschländer und Leistungen. Sie werden genau untersucht und direkt vergleichbar präsentiert. Zahlreiche Tipps helfen bei der Entscheidung weiter. Alles für eine erfolgreiche Bewerbung und optimale Vorbereitung, was man für sein Geld erwarten kann, Insiderwissen zu Schule, Gastfamilie und Freunden, Checklisten mit Preisen, geprüften Einzelleistungen und Kurzportraits der Organisationen können im Ratgeber „Ein Schuljahr in den USA und weltweit“ (Christian Gundlach, Sylvia Schill ISBN 9783930902-118 EUR 16,90) nachgelesen werden. Erfahrungsberichte, ein Forum sowie ein kostenloser Newsletter für alle Austausch-Interessierten runden das Angebot unter http://www.schueleraustausch.de ab.
Bildquelle: © godfer - Fotolia.com
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