Grenzen setzen - aber wie?

Unsere Kinder wollen am liebsten alles direkt bekommen, was ihnen so in den Kopf kommt. Oft jedoch stoßen sie auf durch uns Eltern, aber auch durch das Umfeld auf Grenzen. Kinder müssen erst noch Antworten finden auf die immer wiederkehrende Frage: Wie weit kann ich in einer bestimmten Situation gehen? Für uns Eltern ist es daher eine wichtige Aufgabe, unseren Nachwuchs an die Spielregeln menschlichen Zusammenlebens heranzuführen.

 

Kinder brauchen Grenzen
Kinder brauchen Grenzen, denn Grenzen geben ihnen das Gefühl sich besser in Ihrer Umwelt zurechtzufinden. Spielt ein Kind, beispielweise, in einem sehr großen Raum, wird es sich dort ein Eckchen suchen oder bauen, damit es die Übersicht behält.
Grenzen sind für Kinder im positiven Sinne Orientierungshilfen. Und unsere Pflicht als Erzieher ist es ihnen diese Orientierungshilfen zu geben.

 

Familien brauchen Regeln
In einer Familie leben mehrere Menschen zusammen, die unterschiedlichste Interessen und Bedürfnisse haben. Damit ein gutes Zusammenleben innerhalb der Familie möglich ist muß vieles geregelt werden: Wann wird gegessen, wann wird schlafen gegangen, wann werden Hausaufgaben gemacht, wer macht dies, wer macht jenes,....
Wie auch immer diese Regeln lauten, es ist wichtig, dass sie eingehalten werden. Dies gilt für uns Erwachsene aber auch für die Kinder. Es geht also nicht um ein autoritäres Regelsystem sondern vor allem um eine Organisation des Zusammenlebens zwischen mehreren großen und kleinen Menschen.

 

Jede Familie hat seine eigenen Regeln, die sie selber festlegen. Wichtig hierbei sollte nur sein, dass diese Regeln und Grenzen im praktischen Alltag bestehen können. Ob Essen, Spielen, Hausarbeit, Streiten oder Schlafen – Ihr müsst schon selbst herausfinden, wie Ihr Euer Zusammenleben regeln wollt.
Nur: Wenn Ihr Regeln festlegt, dann solltet Ihr auch auf deren Einhaltung bestehen.

 

Grenzen setzen und einhalten
Wer Regeln aufstellt und Grenzen aufzeigt, muss diese natürlich auch selbst leben und befolgen. Wenn Papa in der Wohnung mit Schuhen rumläuft, kann er dem Sohn schlecht die Pantoffeln empfehlen, wenn Mama im beim gemeinsamen Essen telefoniert, kann sie dem Kind schlecht das Telefonieren verbieten.

 

Einige Grundregeln zum Grenzen setzen:

 

  • Stellt nur Regeln auf, die Euch wichtig sind und die Ihr durchsetzen wollt!
  • Droht den Kindern keine unrealistischen Strafen an und drohet nur mit Konsequenzen, die Ihr auch auszuüben könnt!
  • Wenn es einmal schwer sein sollte die oben genannten Regeln durchzuführen, könnt Ihr ruhig einen Rückzieher machen und die Drohung zurücknehmen – aber halt nur ab und zu!!
    Schreit Eurem Kind die Strafen oder Konsequenzen nicht hinterher, sondern schaut Eurem Kind in die Augen, wenn Ihr mit ihm sprecht!
  • Macht klare und verbindliche Ansagen.
  • Wenn Vereinbarungen nicht eingehalten werden könnt Ihr Euer Kind ruhig kritisieren aber sobald es einer Aufforderung folgt, solltet Ihr auch kräftig loben

 

Grenzüberschreitungen

Grenzüberschreitungen sind normal und das nicht erst in der Pubertät. Während der Trotz- und Quengelphasen probieren Kinder gerne aus, wie weit sie gehen können, und versuchen immer wieder, Grenzen zu übertreten. Das ist völlig normal und kein Anlass zur Sorge. Es ist nur ziemlich nervig....

 

 Bildquelle: © Bergmeister - Fotolia.com





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