Das Recht auf Sicherheit oder Was Kindersitze wirklich bringen

Kindersitz-Experte Peter Jahn plädiert für mehr Engagement in Sachen Kindersicherung im Auto: „Kinder haben ein Recht auf persönliche Sicherheit – auch als Pkw-Passagiere! Moderne Kindersitze sind Lebensretter, wenn sie korrekt zum Einsatz kommen. Absolutes Muss: Mehr Zeit für die Sicherheit!“

 

Die tragischen Verkehrsunfälle der letzten Tage und Wochen haben leider deutlich bewiesen: Das Leben der jüngsten Pkw- Passagiere hängt nur allzu oft an einem seidenen Faden. Dieser seidene Faden ist ein perfekt passender und richtig verwendeter Kindersitz. Bleibt diese wertvolle Sicherheitsreserve ungenutzt, ist das Leben der Kleinen in akuter Gefahr: Fahren sie falsch oder völlig ungesichert im Auto mit, sind sie im Fall des Unfalls schutzlos den Kräften der Physik ausgeliefert.


Peter Jahn, langjähriger Kindersitz-Berater des Verkehrsministeriums und selbst dreifacher Vater, plädiert für mehr elterliches Engagement: „Kinder haben das Recht auf persönliche Sicherheit. Wir Erwachsenen haben daher die Pflicht, sie auch im Auto so sicher wie möglich zu transportieren. Ein Kindersitz ist Grundrecht jedes Kindes. Sicherheitsforschung und Verkehrsalltag zeigen: Moderne Kindersitze können Leben retten – aber nur, wenn sie korrekt zum Einsatz kommen.“

 

Schluss mit schutzlos im Auto!

Fast 10 Prozent der im Pkw transportierten Kinder sind noch immer völlig ungesichert unterwegs. Zwei Drittel der im Einsatz befindlichen Kindersitze werden falsch verwendet: zu locker montierte Sitze, verdrehte, falsch geführte oder lose Gurte, falsche Platzierung im Auto – die Liste der Verwendungsfehler ist lang. Das Leben der Kinder im Kollisionsfall hingegen viel zu kurz. Jahn: „Schluss mit leichtsinnig in Kauf genommenen Risiken – höchste Zeit für mehr Sorgsamkeit in Sachen Kindersicherung im Auto!
Der Kindersitz bringt’s – verwenden wir ihn, und zwar immer und richtig!“ Absolutes Muss sind daher nach Jahns Meinung eine Probemontage unter professioneller Anleitung beim Kauf des Kindersitzes im Fachgeschäft – und vermehrte Sorgfalt bei der täglichen Verwendung des Sitzes.

 

Wie viel darf Sicherheit kosten?

Der Kindersitz ist das wichtigste, weil einzige Bindeglied zwischen Kind und Auto.
Sein Schutzpotenzial ist enorm – auch bei höheren Geschwindigkeiten und ungünstigen Aufprallsituationen kann ein Kindersitz Leben retten. Dies zeigen die Tests der Automobilclubs, Verbraucherschutzorganisationen und des europäischen Neuwagenbewertungsprogramms EuroNCAP.

Peter Jahn fragt provokant: „Was ist wichtiger – Geld oder Leben? Wie viel darf es kosten, wenn unsere Kinder einen Verkehrsunfall unbeschadet überstehen sollen?

Wenn wir alles dafür gäben, sie vor lebenslangen oder gar tödlichen Unfallfolgen zu bewahren, dann tun wir es auch! „Alles“ ist dabei nicht viel: Bescheidene vier Euro pro Monat kostet hochqualitative Kindersicherung im Pkw – von der Babyschale bis zum Sitz für maximal 150 cm große Kinder. Da schlagen modische Kleidung oder elektronisches Spielzeug im Laufe eines Kinderlebens bei weitem mehr zu Buche – und sind von wesentlich geringerer Bedeutung für das (Über-)Leben des Kindes.“

 

Mehr Zeit für Sicherheit!

Experten-Information und Eltern-Interesse sind das A & O in Sachen Kindersicherheit im Auto. Peter Jahns Appell an alle jungen Eltern lautet daher: „Nehmen Sie sich mehr Zeit für die Sicherheit – Ihrem Kind zuliebe!“ Wertvolle Infos zum Thema Kind im Auto liefert die aktuelle  Broschüre „Sicher unterwegs – AutoKinderSitz“,
herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, unterstützt vom Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds und kostenlos erhältlich unter www.autokindersitz.at.





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