Maßlosigkeit beim Essen
Frage vom 01.03.2010:
Hallo liebes Expertenteam, unser Hausarzt wies uns bei der U7a darauf hin, dass unsere Tochter (3 Jahre und zwei Monate alt; 15 kg; 95 cm)einen zu hohen BMI habe und wir mehr auf ihre Ernährung achten sollten, weil sie sich an der Grenze zum Übergewicht befände. Nun ist es in der Tat so, dass unsere Tochter beim Essen anscheinend nicht so recht Maß halten kann und erst recht nicht, wenn es um Süßigkeiten geht. Schon als Säugling hat sie sehr viel Milch aus der Brust getrunken und war auch da schon ein sehr kräftiges Baby (ohne zufüttern), worüber sich schon so mancher wunderte. Wenn man sie als einjähriges Baby nicht gebremst hat, hat sie z. B. drei Bananen hintereinander verdrückt. Wir bilden uns ein, recht gut, aber dabei auch nicht übertrieben auf die Ernährung zu achten: Zu Hause trinkt sie Wasser oder sehr verdünnte Apfelsaftschorle, sie ist sehr viel Obst, mäßig Gemüse, recht gern Fleisch (2X pro Woche), mäßig Fisch. Sie darf einmal am Tag etwas Süßes essen (z. B. eine kleine Tüte Gummibärchen. Es gibt nur magere Wurst; Butter sowie Kakao mag unsere Tochter glücklicherweise nicht. Leider ist es aber so, dass auf Kindergeburtstagenund auch in der Nachbarschaft sehr freigibig mit Süßigkeiten umgegangen wird und unsere Tochter auf Geburtstagen, bei denen wir nicht dabei sind, ständig isst. Sind wir dabei, so ziehen wir bei einem Stück Kuchen und einer Süßigkeit die Grenze. Problematisch ist allerdings, dass wir bei anderen Leuten oft auf Unverständnis stoßen. Zumeist wird gesagt, dass Kinder von alleine aufhören würden, wenn sie satt sind, was auf unsere Tochter aber nicht zutrifft. Nur selten werden wir von Eltern, bei denen unsere Tochter spielt darin unterstützt, den Süßigkeitenkonsum zu begrenzen. Auch höre ich von manchen Eltern. Mir tut es so leid, wenn ich ihr beim Essen einhalt gebieten soll. Diesen Fall hatte ich neulich, nachdem unsere Tochter nachmittags einen Apfel, eine Banane und ein Stück Kuchen gegessen hatte (zuvor normales Frühstück, warmes Mittagessen und im Kindergarten noch um drei Uhr Schnittchen. Mein Mann und ich sind nun ratlos. Unserer Tochter haben wir schon mehrfach erklärt, dass man Süßigkeiten nur in Maßen Essen darf, weil die Zähne darunter leiden können und man auch auf die Dauer zu dick werden kann. Allerdings wollen wir das Thema Essen auch nicht zu sehr thematisieren und ihr auch keinesfalls das Gefühl geben, nicht in Ordnung zu sein. Was können wir denn tun, damit sie ein normales Essverhalten entwickelt?
beantwortet am 09.03.2010 von Sylvia Weinmann:
Hallo Monika, sicher sollten Sie auf die Ernährung achten, aber ich denke, dass es in Ordnung so ist, wie Sie es handhaben. Ich denke, dass die Kinder frühstücken, eine warme Mahlzeit am Tag und Abendbrot haben sollten. Dazwischen Obst, vielleicht weniger Banane, sondern mehr Äpfel, Birnen ect. Die Zeit wo es wieder viele Obstsorten gibt, kommt ja bald wieder. Aber auch Süsses MUSS drin sein, denn wenn Sie das ganz streichen, haben Sie den Effekt, dass das Kind danach giert - und das ist schlecht. Halten Sie es doch so, dass es einmal am Tag etwas Süsses gibt (Sie selbst dürfen dann natürlich nicht mehrmals). Versuchen Sie einfach mal, dass es nichts zwischendurch gibt. Kinder stellen sich gut auf solche Regeln ein. Was das "Übergewicht" betrifft - wobei ich es nicht als solches bezeichnen würde - kann ich Ihnen sagen: Das verliert sich, wenn die Kleine älter wird und zum Sport geht. Sie können da auch durchaus jetzt schon anfangen und mit ihr zum Kinderturnen gehen. So lernt sie gleich, dass Sport zum Leben gehört und wichtig ist. Ansonsten sollten Sie sich keine zu großen Sorgen machen. Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen und wünsche eine gute Zeit, Ihre Sylvia Weinmann
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Frage vom 01.03.2010:
Hallo liebes Expertenteam, unser Hausarzt wies uns bei der U7a darauf hin, dass unsere Tochter (3 Jahre und zwei Monate alt; 15 kg; 95 cm)einen zu hohen BMI habe und wir mehr auf ihre Ernährung achten sollten, weil sie sich an der Grenze zum Übergewicht befände. Nun ist es in der Tat so, dass unsere Tochter beim Essen anscheinend nicht so recht Maß halten kann und erst recht nicht, wenn es um Süßigkeiten geht. Schon als Säugling hat sie sehr viel Milch aus der Brust getrunken und war auch da schon ein sehr kräftiges Baby (ohne zufüttern), worüber sich schon so mancher wunderte. Wenn man sie als einjähriges Baby nicht gebremst hat, hat sie z. B. drei Bananen hintereinander verdrückt. Wir bilden uns ein, recht gut, aber dabei auch nicht übertrieben auf die Ernährung zu achten: Zu Hause trinkt sie Wasser oder sehr verdünnte Apfelsaftschorle, sie ist sehr viel Obst, mäßig Gemüse, recht gern Fleisch (2X pro Woche), mäßig Fisch. Sie darf einmal am Tag etwas Süßes essen (z. B. eine kleine Tüte Gummibärchen. Es gibt nur magere Wurst; Butter sowie Kakao mag unsere Tochter glücklicherweise nicht. Leider ist es aber so, dass auf Kindergeburtstagenund auch in der Nachbarschaft sehr freigibig mit Süßigkeiten umgegangen wird und unsere Tochter auf Geburtstagen, bei denen wir nicht dabei sind, ständig isst. Sind wir dabei, so ziehen wir bei einem Stück Kuchen und einer Süßigkeit die Grenze. Problematisch ist allerdings, dass wir bei anderen Leuten oft auf Unverständnis stoßen. Zumeist wird gesagt, dass Kinder von alleine aufhören würden, wenn sie satt sind, was auf unsere Tochter aber nicht zutrifft. Nur selten werden wir von Eltern, bei denen unsere Tochter spielt darin unterstützt, den Süßigkeitenkonsum zu begrenzen. Auch höre ich von manchen Eltern. Mir tut es so leid, wenn ich ihr beim Essen einhalt gebieten soll. Diesen Fall hatte ich neulich, nachdem unsere Tochter nachmittags einen Apfel, eine Banane und ein Stück Kuchen gegessen hatte (zuvor normales Frühstück, warmes Mittagessen und im Kindergarten noch um drei Uhr Schnittchen. Mein Mann und ich sind nun ratlos. Unserer Tochter haben wir schon mehrfach erklärt, dass man Süßigkeiten nur in Maßen Essen darf, weil die Zähne darunter leiden können und man auch auf die Dauer zu dick werden kann. Allerdings wollen wir das Thema Essen auch nicht zu sehr thematisieren und ihr auch keinesfalls das Gefühl geben, nicht in Ordnung zu sein. Was können wir denn tun, damit sie ein normales Essverhalten entwickelt?
Hallo Monika, sicher sollten Sie auf die Ernährung achten, aber ich denke, dass es in Ordnung so ist, wie Sie es handhaben. Ich denke, dass die Kinder frühstücken, eine warme Mahlzeit am Tag und Abendbrot haben sollten. Dazwischen Obst, vielleicht weniger Banane, sondern mehr Äpfel, Birnen ect. Die Zeit wo es wieder viele Obstsorten gibt, kommt ja bald wieder. Aber auch Süsses MUSS drin sein, denn wenn Sie das ganz streichen, haben Sie den Effekt, dass das Kind danach giert - und das ist schlecht. Halten Sie es doch so, dass es einmal am Tag etwas Süsses gibt (Sie selbst dürfen dann natürlich nicht mehrmals). Versuchen Sie einfach mal, dass es nichts zwischendurch gibt. Kinder stellen sich gut auf solche Regeln ein. Was das "Übergewicht" betrifft - wobei ich es nicht als solches bezeichnen würde - kann ich Ihnen sagen: Das verliert sich, wenn die Kleine älter wird und zum Sport geht. Sie können da auch durchaus jetzt schon anfangen und mit ihr zum Kinderturnen gehen. So lernt sie gleich, dass Sport zum Leben gehört und wichtig ist. Ansonsten sollten Sie sich keine zu großen Sorgen machen. Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen und wünsche eine gute Zeit, Ihre Sylvia Weinmann
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